Technologietransfermanager Baden-Württemberg
Technologietransfer mit Blick nach vorn: TTM-BW-Netzwerk trifft sich in Nagold
Am 24. Juni 2026 kamen die Technologietransfermanager*innen Baden-Württemberg (TTM-BW) bei der IHK Nordschwarzwald in Nagold zusammen. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Weiterentwicklung gemeinsamer Arbeitsgruppen, die strategische Vorbereitung der TTM-Tagung 2027, neue Ansätze für KI-gestütztes Technologiescouting sowie die Frage, wie innovationsferne Unternehmen künftig noch gezielter erreicht werden können.
Neue Impulse im Netzwerk
Zum Auftakt begrüßte die IHK Nordschwarzwald die Teilnehmenden in Nagold. Die Sitzung bot zugleich Gelegenheit, neue beziehungsweise zurückgekehrte Kolleginnen und Kollegen im Netzwerk vorzustellen. Die Vorstellungsrunde machte erneut deutlich, wie vielfältig das landesweite Netzwerk aufgestellt ist. Die Technologietransfermanager*innen bringen Kompetenzen aus unterschiedlichsten Branchen und Innovationsfeldern zusammen und schaffen damit eine wichtige Grundlage für den Wissens- und Technologietransfer in Baden-Württemberg.
Netzwerkaktivitäten und kommende Termine
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf organisatorischen Themen des Netzwerks. Neben dem Austausch zu Finanzierungsfragen wurden die bereits durchgeführten Veranstaltungen des Jahres 2026 reflektiert und die nächsten Treffen vorbereitet. Bereits fest steht die nächste TTM-Sitzung im September 2026 in Weingarten. Darüber hinaus laufen erste Planungen für weitere Treffen in anderen Regionen Baden-Württembergs.
Diskutiert wurde außerdem die Möglichkeit, künftig stärker Unternehmen als Gastgeber für ergänzende Weiterbildungs- und Workshopformate einzubinden. Als Beispiel wurde ein möglicher Austausch mit dem Medizintechnikunternehmen Aesculap genannt. Ziel solcher Formate wäre ein gegenseitiger Wissenstransfer zwischen Unternehmenspraxis und den Technologietransfermanager*innen im Land.
TTM-Tagung 2027: Transfer als zentrales Leitmotiv
Bereits jetzt richten sich viele Blicke auf die landesweite TTM-BW-Tagung 2027. In Nagold wurde intensiv darüber diskutiert, welche Themen, Zielgruppen und Veranstaltungsorte für die nächste große Netzwerkveranstaltung geeignet sein könnten.
Deutlich wurde dabei der Wunsch, den Technologietransfer selbst stärker als verbindendes Leitmotiv herauszustellen. Gleichzeitig soll die Tagung offen für Zukunftsthemen wie Gesundheit, Medizintechnik, Künstliche Intelligenz, Robotik, Cybersicherheit oder Quantentechnologien bleiben. Diskutiert wurden außerdem verschiedene mögliche Veranstaltungsorte mit hoher Innovationskraft und landesweiter Sichtbarkeit.
Eine neu aufgestellte Arbeitsgruppe soll nun erste konkrete Vorschläge für Ort, Zeitpunkt und Themenschwerpunkte erarbeiten und bei der nächsten Sitzung vorstellen.
KI als Werkzeug für den Technologietransfer
Einen breiten Raum nahm die Diskussion über Künstliche Intelligenz ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass KI-Kompetenzen für Technologietransfermanage zunehmend unverzichtbar werden. Wer Unternehmen glaubwürdig zu Zukunftstechnologien beraten möchte, muss die entsprechenden Werkzeuge auch selbst praktisch nutzen können. Im Mittelpunkt standen Fragen zu Zugangsrechten, Finanzierungsmodellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für moderne KI-Anwendungen. Ein gemeinsamer Netzwerkzugang wurde kritisch bewertet. Stattdessen wurde die Bedeutung individueller Zugänge hervorgehoben, damit die Werkzeuge im Arbeitsalltag effektiv eingesetzt werden können.
Innovationsferne KMU gezielter erreichen
Ein besonders strategisches Thema war die Weiterentwicklung eines KI-basierten Systems zur Identifikation innovationsferner Unternehmen. Ziel ist es, Betriebe zu erkennen, die bislang nur wenige Berührungspunkte mit Innovation, Forschung oder Förderprogrammen hatten.
Künftig soll das System nicht nur Hinweise auf solche Unternehmen liefern, sondern gleichzeitig passende Gesprächsanlässe, Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote vorschlagen. Damit könnte ein wichtiges Instrument entstehen, um bislang schwer erreichbare Zielgruppen noch gezielter anzusprechen und für Innovationsthemen zu gewinnen.
Was leisten Technologietransfermanager?
Die Technologietransfermanager*innen Baden-Württemberg unterstützen Unternehmen dabei, passende Partner aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zu finden, Innovationsprojekte anzustoßen und geeignete Fördermöglichkeiten zu identifizieren. Besonderes Augenmerk liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen, die bislang wenig Kontakt zu Forschungseinrichtungen oder Innovationsnetzwerken hatten.
Durch individuelle Beratung, regionale Netzwerke, Veranstaltungen und praxisnahe Unterstützungsangebote tragen die TTMs dazu bei, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land zu stärken.
📞 Sie möchten mit einer Technologietransfermanagerin oder einem Technologietransfermanager in Ihrer Region sprechen?
Unter den regionalen TTM-BW-Ansprechpartnern finden Sie die passenden Kontakte für Ihre Region und können direkt in den Austausch zu Innovationsvorhaben, Fördermitteln und Kooperationsmöglichkeiten einsteigen.
Unter den regionalen TTM-BW-Ansprechpartnern finden Sie die passenden Kontakte für Ihre Region und können direkt in den Austausch zu Innovationsvorhaben, Fördermitteln und Kooperationsmöglichkeiten einsteigen.
