Kooperation

Nachhaltige Verpackungen: Hochschule und Wirtschaftsförderung unterstützen Unternehmen durch Schulungen

26.07.2021 - Wie können Unternehmen durch erfolgreiche Weiterbildung dabei unterstützt werden, Verpackungen aus nachhaltigen Kunststoffen einzusetzen, die in ihrer Herstellung ohne Erdöl oder Erdgas auskommen? Dieser Frage widmet sich ein gemeinsames Projekt des Sustainable Packaging Institute (SPI) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und der Wirtschaftsförderung Sigmaringen (WFS). „PackMit“ hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Ziel ist die Erarbeitung eines Fortbildungskonzeptes zur Weiterbildung zum sogenannten Packmittelinformationsvermittler. Mit der Zusatzqualifikation soll das nötige Wissen zum nachhaltigeren Einsatz von Verpackungen zunächst vermittelt und dann in Unternehmen umgesetzt werden.
„Lebensmittelverpackungen werden oft vollständig oder zum Teil aus erdölbasierten Kunststoffen hergestellt“, sagt Institutsleiter Prof. Dr. Markus Schmid, der im SPI in der Sigmaringer Modellfabrik mit zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an nachhaltigen Verpackungskonzepten forscht. „Dabei handelt es sich um Hochleistungsmaterialien, was vielen Verbrauchern meist nicht bewusst ist.“ Das oft zur Herstellung verwendete Erdöl oder Erdgas sei jedoch nur begrenzt verfügbar und der umweltverträgliche Umgang mit den zunehmenden Verpackungsmengen herausfordernd. Und: „Obwohl es bereits Alternativen gibt, werden diese mengenmäßig kaum eingesetzt. Ein Grund hierfür ist, dass viele Unternehmen nicht ausreichend über deren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten informiert sind.“
Ein derartiger Wissensaufbau ist allerdings zeit- und kostenintensiv und stellt daher gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor Herausforderungen. Im Zuge von „PackMit“ gehen die WFS und das SPI daher jetzt genau dieses Problem an, um Firmen bei der Erfüllung ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. „Im engen Austausch mit Unternehmen der Verpackungswirtschaft wird der Wissensbedarf ermittelt und dann mit wissenschaftlichen Studienergebnissen kombiniert“, berichtet Mara Strenger, die das Projekt operativ leitet. Anschließend sollen vorläufige Schulungsmodule für die Fortbildung zum Packmittelinformationsvermittler erarbeitet werden. In einer abschließenden Pilotphase bringen sie ihr erlerntes Wissen bei regionalen Unternehmen ein, bevor das Fortbildungskonzept weiter ausgebaut werden kann.
„Die Akademie am Innovationscampus bietet ideale Rahmenbedingungen, um die fachkundige Informationsvermittlung dort anbieten zu können“, sagt WFS-Geschäftsführer Uwe Knoll. Mit „PackMit“ werde die Basis geschaffen, an die in weiteren Projektvorhaben angeknüpft werden soll.
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